ONE MOMENT Nr.4 ~

Vielleicht muss ich mir gar nicht so viele Gedanken drum machen. Wenn ich dort bin, dann bin ich dort und werde das tun, was ich will. Ich weiss, dass Veränderung nicht einfach ist und deshalb wird es auch kein leichtes Jahr werden, doch trotzdem irgendwie ist es für mich klare Sache, dass ich dort hin gehen möchte. Ich will die Welt sehen, ich will Gott näher kommen und ich möchte mich von ihm verändern lassen. Und genau diese Dinge werden geschehen. Also, warum nicht? Wovor habe ich Angst? Ist es denn wirklich die richtige Entscheidung, wenn ich ein gutes Gefühl dabei habe und denke, dass das Gottes Weg für mich sein könnte? Ich meine, er hat mir keine andere Organisation oder Schule oder so in mein Blickfeld geschoben, so dass ich vermute, dass es der Weg sein könnte. Und eigentlich war es ja genau das, was ich nie wollte, Theologie, igitt. Doch je länger ich darüber nach denke, desto besser gefällt mir der Gedanke.

Es ist einfach ein Schritt ins Leere und den muss ich wagen und erleben, wie Gott mich auffangen wird. 

ich weiss schon, welche CDs ich mitnehme. Doch der Gedanke daran, dass ich aus meinem Zimmer weg gehe, der ist schon etwas krass. 

 

Diese Woche werde ich versuchen, es meinen Eltern möglichst schonend bei zu bringen. Dazu muss ich noch einen ungefähren Finanzplan machen, zusammensuchen was ich an der Schule genau machen werde und dann noch Begründungen, was ich mir eigentlich dabei gedacht habe. Dann sollte das schon irgendwie gehen. Früher oder später werden sie sich damit abfinden müssen.

Es ist mein Leben für Gott und nicht mein Leben, um den Erwartungen dieser Welt zu entsprechen. 

18.10.09 14:41


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ONE MOMENT Nr. 3~

Ich habe jetzt mal ein Tag im Bewusstsein gelebt, dass ich das SPC machen werde. So weit so gut. Mir kamen einfach folgende Bedenken:

Allein sein, Langeweile und/oder Überforderung beim Studium, zu wenig Ahnung und Interesse

Ich habe Angst, dass ich alleine sein werde, weil ja keine Ahnung, weil ich das irgendwie immer habe. Es waren alle total nett zu mir, aber ich glaube nicht, dass das so bleibt, wenn der Alltag da ist und jeder unter Druck steht, Leistung fürs Studium zu bringen. Oder sehe ich das Ganze viel zu sehr als Schule, als als Jahr mit Spass am Lernen und Stärkung und Veränderung durch Gemeinschaft?

Zudem habe ich Angst vor der Arbeitsweise, die man hat. Arbeiten, selbstständiges Lernen, daneben noch Ausflüge, Engagement in einer Gemeinde und Strassenmission. Uf, das ist ganz schön viel für ein Jemand, wie mich, der eigentlich langsam genug von Schule hat. Andererseits wäre es einfach auch eine neue Umgebung, die Materie wäre total anders und ich lerne eigentlich gerne, nur nicht, wenn ich überfordert bin. DAS STUDIUM wirkt so gross, so abschreckend.

Und dann wären da noch meine Zweifel an mir, an dieser Welt, an Gott. Eigentlich komme ich genau deswegen auf den B., weil ich wissen will, was in der Bibel steht und nicht einfach blind etwas glauben möchte. Ich Glaube an Gott, ich glaube an Jesus und an den Heiligen Geist. Ich glaube, dass Jesus für mich gestorben ist und mir meine Sünden vergeben hat. Doch manchmal habe ich schon so meine Zweifel, wenn ich sehe, wie das in der Welt und vor allem auch unter den Christen läuft. Dann frage ich mich: bin ich wirklich oder was ist das Leben? Weshalb bin ich hier? Was will Gott von mir und wie sieht die Zukunft aus? Und die unbegreiflichste aller Fragen: ich bin auf der Erde, aber nicht für immer, was danach? Werde ich die Ewigkeit erleben, wie ist es da? Wie ist es, zu sterben: was ist der Sinn eines Lebens in einer gefallenen Welt, wenn ich einfach nur blind bin und zweifle?!!

Dies wäre mal so der eine Aspekt. Der andere ist der Aspekt des Wissens. Ich kenne die Bibel nicht. War nie im Unti und habe zwar einige Bibelgeschichten gehört, aber so den grossen Bogen kann ich nicht spannen. Ich will wissen, wie der Gott ist, was er getan hat und was ich eigentlich glaube. Ich fühle mich immer noch als Babychrist, weil ich einfach keine Ahnung habe, was ich glaube. Manche Dinge glaube ich einfach, weil ist ja logisch, doch die sind falsch. Woher soll ich wissen, was ich glaube, wenn ich nicht weiß, was ich glaube? (ist in sich doch logisch.)

Die Frage ist einfach, ob dann ein SPCJahr das Richtige ist, wenn ich mir solche Fragen stelle. Ich gehe ja nicht irgendwie dort hin, weil ich mich in Gottes Wort verliebt habe. Ich möchte Wissen und dieses Wissen soll wiederum meine Beziehung zu Gott vertiefen und diese Vertiefung soll wiederum dazu führen, dass ich mehr wissen möchte und bereit dazu werde, ein ihm gefälliges Leben zu führen.  


Ich will weg von zu hause, doch ich will meine vier Wände nicht verlassen. Das ist ein riesen Spagat. Es ist die Veränderung, die keinen Platz in meinem Kopf hat. Ich muss es wagen, irgendwann muss ich aus dem Nest und in die grosse, weite Welt eintauchen/abtauchen/untergehen oder so ähnlich. Habe ich so wenig Gottvertrauen, dass ich daran zweifle, dass er für mich sorgen wird und es mir an nichts mangeln wird? Habe ich so wenig Glauben, dass ich mich noch immer um mich selbst drehe, anstatt zu vertrauen. Aber es ist nicht so einfach. Es ist wahrhaftig nicht einfach, Gottes Stimme zu hören, wenn da so viele Stimmen in meinem Kopf sind. Weshalb habe ich aus traditionellen Gefühlen das Gefühl, dass ich arbeiten und Geld verdienen sollte, damit ich es habe? (und ich die beiden Jahre zuvor auch schon verdient habe und bis heute nicht weiss, was ich mit ihm anfangen soll...) Weshalb habe ich das Gefühl, dass meine Angst grösser ist, als das was mir dieses Jahr gibt? Persönlichkeitsbildung, Glaubensentwicklung und jede Menge Lebenserfahrung. - Einfach immer dran denken: im Nachhinein wird alles nicht so wild gewesen sein. Doch was will ich eigetnlich vom Leben? Ich glaube, dass ich es bereuen würde, wenn ich die Gelegenheit, Gott näher zu kommen durchs Studium, nicht ergriffen hätte... oder doch nicht? - Der grösste Fehler, den man in solchen Situationen machen kann, ist aus lauter Angst, einen Fehler zu machen einfach nix tut, weil das dann auch falsch ist.

Noch immer hoffe ich auf ein Blatt Papier vom Himmel. 

15.10.09 23:04


ONE MOMENT ~ Nr. 2

Wenn man drei Möglichkeiten hat, so wählt man am besten die vierte.

Ich besuchte diese Woche die Bibelschule Beatenberg als Interessentin für das SPC (studium praktisches Christsein o.ä.). Diese zwei Tage waren wie im Himmel. Viele neue Dinge zu sehen und zu erleben. Als ich ankam, wurde ich sofort zum Esssaal geführt und speiste leckere Omletten. Danach führte mich Maggie durch die Gebäude und anschliessend hatte ich das Gespräch mit dem Leiterehepaar der Schule. Bin ziemlich erschrocken, dass ich das haben muss. Hmm... war unvorbereitet und etwas zu nervös. egal. Später gabs dann Abendbrot und ich lernte jede Menge neue Leute kennen. Es folgte ein Spaziergang durch das Dorf und einen Videoabend, Sweet Home Alabama, es war schön, den Film mal wieder zu sehen. Ich liebe den Typen!!!

Ich fiel tot.müde. ins Bett und konnte nicht schlafen. Es war alles so wirr im Kopf. Ich bin so ohne Ziel und ohne Anfang. 

Am nächsten Morgen um 6Uhr ging mein Wecker ab und ich stand auf und hielt Stille Zeit. Danach ab zum Frühstück und der anschliessenden Lesung. Missiologie mit einem Dozenten, der über Jahre in Guinea tätig war. Es war absolut langweilig und ich fragte mich, wie die sich das freiwillig antun können. Nach vier Stunden hatte ich dann mal die Nase voll und war froh, dass ich noch in eine Exegeselektion reinschauen konnte. Das war total spannend, weil der vorne einfach jeden Satz irgendwie erklärte und ich habe zum ersten Mal irgendwie verstanden, was es genau bedeutet. Einfach so mit ZEitgeist und Kultur ect. Das war spannend und diese 45 minuten vergingen wie das Eis in der Sonne. Danach gab es etwas leckeres zum Mittagessen. um eins fuhren wir auf einen Ausflug. Ja und im Bus war das noch lustig. Da waren voll lustige Leute und sie haben Missiologie gelernt, weil sie eine Prüfung schreiben mussten. Es machte total Spass. Am Abend lernte ich dann auch noch in der WG mit ihnen Missiologie und es war super. Konnte mir sogar einige Dinge merken. übrigens: Missionare erleben eine reinkarnation, wenn sie nach hause kommen. 

ich schief ein, mit einem Gebet auf den Lippen. Und es wurde Nacht und wieder Morgen, der letzte Tag war gekommen. ich las in der Bibel, als Jesus am Brunnen sass mit der samarischen Frau und er ihr sagte, dass sie wirklich sündig ist und er ihr das lebendige wasser geben kann und es ihr nie mehr dürsten wird. Es dürstet mich nach ihm - vielleicht wollte Gott zu mir sagen: komm auf diese SChule. Ach, was weiss ich. 

Später gings dann zum Missionsgebet und anschliessend noch auf einen Spaziergang mit einer anderen Intressentin. Sie meinte: was ist ein Jahr bezogen auf das ganze Leben?Das stimmt.

später dann gabs noch eine Stunde Missiologie, die mir bewies, dass auch Theologiestudenten nur normale Schüler sind: Kreuzworträtsel, Zettelchen schreiben, Zahlenspiele, Griechischvokabeln, Mailen, Fotos angucken, ect. Hihi. Ja, wenn die Prüfung vorbei ist, dann ist das logisch. naja. Nach dem Mittagessen redete ich noch mit Maggie und wir beteten noch gemeinsam. Sie sagte genau das, was ich am morgen las: Jesus ist das Wasser des Lebens... ich konnte es nicht glauben. War das Absicht?

PRO:

CONTRA:

+ Studienvorbereitung

+ Gemeinschaft

+ Praxis & Theorie

+ alle 3 Wochen nach Hause

+ WG

+ Bibelstudium

+ Berge

+ das Essen ist voll fein

+ Tante Rös, Grossmueti

+ schon fast das ganze Geld vorhanden

- Eltern

- Studieren

- Nebel

- Angst vor:

·   Sozialem Umgang

·   Dass es mir doch nicht gefällt

·    Keine Lust am Lernen

·   Dass es mir langweilig wird beim Studieren

-

KOSTEN:

 

Unterkunft ect: 5900

Kopiergebühr: 120

Internet: 50

Halbtax+Gleis7: 249

Zusatz SBB: 1500

anmeldungsgebühr: 150

TOTAL: 7969 CHF (exkl. Sackgeld für Anschaffungen, ca. 100 CHF pro Monat)

Beziehung zu Gott intensivieren

Persönliche Entwicklung

Danach weiß ich, was ich werden will

 

ICH WEISS NICHT, WOHIN MICH GOTT FÜHRT.

ABER ICH WEISS, DASS ER MICH FÜHRT.

- der spruch auf meinem kalender für diesen Monat.... war das auch Absicht? Spricht Gott durch diese kleinen Dinge zu mir oder sehe ich das einfach, weil ich es sehen will?

 

ich habe das Gefühl, ich stecke in einer Persönlichkeitskrise. Idenditätskrise. Zukunftskrise.
10.10.09 21:51


One Moment ~ Nr.1

Es ist nur ein Moment. Der Moment, wenn ich mich entscheiden muss. Ja, Nein. Jetzt, Später. Für immer, Nie mehr. Hier, Dort. Schule, Leben. Aber ich muss mich entscheiden. Früher oder später werde ich entscheiden. Denn selbst wenn ich mich nicht entscheide, entscheidet das über mich.

the futur is bright. 

Bedingungen:

  1. Ich will weg von hier.
  2. Ich will eine andere Sprache sprechen als Deutsch.
  3. Ich will eine Menge Erfahrungen machen und an meine Grenzen stossen, was dann wieder dazu führt:
  4. Ich entdecke mein ICH, was dann dazu fürht:
  5. Ich will herausfinden, welchen Beruf ich machen werde. 

 

Zur Auswahl stehen:

  • Auslandseinsatz mit OM oder YWAM
  • Bibelschuljahr
  • Arbeiten

 

Guatemala

Cebu (Phillipinen)

Süd Afrika

900 chf

700 chf

520 chf

Spanisch

6 Monate

Englisch

6 Monate

Englisch

6 Monate

+ ich kann mein Spanisch brauchen.

+ ich kann eine Schule machen.

- erst im März

+ Ich will sehr weit weg, das ist weit genug.

- Keine Schulung

+ ich habe alle Impfungen

+ WM

 

DTS – Harpenden

5800 CHF

Englisch

6 Monate

+ Schulung (3 Monate)

+ England

- sehr charismatisch

 

 

Krankenhaus

Zeitungsredaktion

6 Monate

800 CHF Lohn

Ungewiss

+ kurzer Arbeitsweg

+ Lohn

+ Kontakt zu Menschen

+ entscheidet u.a. über berufliche Zukunft

+ ich kann schreiben

+ entscheidet u.a. über berufliche Zukunft

+ kurzer Arbeitsweg

 

 

3.10.09 22:28




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