ONE MOMENT Nr. 3~

Ich habe jetzt mal ein Tag im Bewusstsein gelebt, dass ich das SPC machen werde. So weit so gut. Mir kamen einfach folgende Bedenken:

Allein sein, Langeweile und/oder Überforderung beim Studium, zu wenig Ahnung und Interesse

Ich habe Angst, dass ich alleine sein werde, weil ja keine Ahnung, weil ich das irgendwie immer habe. Es waren alle total nett zu mir, aber ich glaube nicht, dass das so bleibt, wenn der Alltag da ist und jeder unter Druck steht, Leistung fürs Studium zu bringen. Oder sehe ich das Ganze viel zu sehr als Schule, als als Jahr mit Spass am Lernen und Stärkung und Veränderung durch Gemeinschaft?

Zudem habe ich Angst vor der Arbeitsweise, die man hat. Arbeiten, selbstständiges Lernen, daneben noch Ausflüge, Engagement in einer Gemeinde und Strassenmission. Uf, das ist ganz schön viel für ein Jemand, wie mich, der eigentlich langsam genug von Schule hat. Andererseits wäre es einfach auch eine neue Umgebung, die Materie wäre total anders und ich lerne eigentlich gerne, nur nicht, wenn ich überfordert bin. DAS STUDIUM wirkt so gross, so abschreckend.

Und dann wären da noch meine Zweifel an mir, an dieser Welt, an Gott. Eigentlich komme ich genau deswegen auf den B., weil ich wissen will, was in der Bibel steht und nicht einfach blind etwas glauben möchte. Ich Glaube an Gott, ich glaube an Jesus und an den Heiligen Geist. Ich glaube, dass Jesus für mich gestorben ist und mir meine Sünden vergeben hat. Doch manchmal habe ich schon so meine Zweifel, wenn ich sehe, wie das in der Welt und vor allem auch unter den Christen läuft. Dann frage ich mich: bin ich wirklich oder was ist das Leben? Weshalb bin ich hier? Was will Gott von mir und wie sieht die Zukunft aus? Und die unbegreiflichste aller Fragen: ich bin auf der Erde, aber nicht für immer, was danach? Werde ich die Ewigkeit erleben, wie ist es da? Wie ist es, zu sterben: was ist der Sinn eines Lebens in einer gefallenen Welt, wenn ich einfach nur blind bin und zweifle?!!

Dies wäre mal so der eine Aspekt. Der andere ist der Aspekt des Wissens. Ich kenne die Bibel nicht. War nie im Unti und habe zwar einige Bibelgeschichten gehört, aber so den grossen Bogen kann ich nicht spannen. Ich will wissen, wie der Gott ist, was er getan hat und was ich eigentlich glaube. Ich fühle mich immer noch als Babychrist, weil ich einfach keine Ahnung habe, was ich glaube. Manche Dinge glaube ich einfach, weil ist ja logisch, doch die sind falsch. Woher soll ich wissen, was ich glaube, wenn ich nicht weiß, was ich glaube? (ist in sich doch logisch.)

Die Frage ist einfach, ob dann ein SPCJahr das Richtige ist, wenn ich mir solche Fragen stelle. Ich gehe ja nicht irgendwie dort hin, weil ich mich in Gottes Wort verliebt habe. Ich möchte Wissen und dieses Wissen soll wiederum meine Beziehung zu Gott vertiefen und diese Vertiefung soll wiederum dazu führen, dass ich mehr wissen möchte und bereit dazu werde, ein ihm gefälliges Leben zu führen.  


Ich will weg von zu hause, doch ich will meine vier Wände nicht verlassen. Das ist ein riesen Spagat. Es ist die Veränderung, die keinen Platz in meinem Kopf hat. Ich muss es wagen, irgendwann muss ich aus dem Nest und in die grosse, weite Welt eintauchen/abtauchen/untergehen oder so ähnlich. Habe ich so wenig Gottvertrauen, dass ich daran zweifle, dass er für mich sorgen wird und es mir an nichts mangeln wird? Habe ich so wenig Glauben, dass ich mich noch immer um mich selbst drehe, anstatt zu vertrauen. Aber es ist nicht so einfach. Es ist wahrhaftig nicht einfach, Gottes Stimme zu hören, wenn da so viele Stimmen in meinem Kopf sind. Weshalb habe ich aus traditionellen Gefühlen das Gefühl, dass ich arbeiten und Geld verdienen sollte, damit ich es habe? (und ich die beiden Jahre zuvor auch schon verdient habe und bis heute nicht weiss, was ich mit ihm anfangen soll...) Weshalb habe ich das Gefühl, dass meine Angst grösser ist, als das was mir dieses Jahr gibt? Persönlichkeitsbildung, Glaubensentwicklung und jede Menge Lebenserfahrung. - Einfach immer dran denken: im Nachhinein wird alles nicht so wild gewesen sein. Doch was will ich eigetnlich vom Leben? Ich glaube, dass ich es bereuen würde, wenn ich die Gelegenheit, Gott näher zu kommen durchs Studium, nicht ergriffen hätte... oder doch nicht? - Der grösste Fehler, den man in solchen Situationen machen kann, ist aus lauter Angst, einen Fehler zu machen einfach nix tut, weil das dann auch falsch ist.

Noch immer hoffe ich auf ein Blatt Papier vom Himmel. 

15.10.09 23:04
 


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